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Rettungsfahrt und andere Krankentransporte von MRE-Patienten

Beförderungsmittel beim Krankentransport

Beim Transport von kranken oder infizierten Personen unterscheidet man drei Beförderungsmittel (gemäß KBV). Sogenannte Krankenfahrten ähneln einer Taxifahrt und finden ohne medizinisch-fachliche Betreuung statt. Der Krankentransport bietet bestimmte medizinisch-fachliche Voraussetzungen wie Liegendtransport. Rettungsfahrten verfügen über qualifizierte Rettungsmittel, weshalb man bei Rettungsfahrten auch vom (medizinisch-pflegerisch) qualifizierten Krankentransport (q-KT) spricht. Ärzte verordnen diese Beförderungen nur bei entsprechender medizinischer Notwendigkeit.

Hygiene in Abhängigkeit vom Beförderungsmittel

Hygienemaßnahmen beim Transport von infektiösen oder MRE-Patienten hängen vom Beförderungsmittel und darin stattfindenden medizinischen Kontakten ab.

Die Rettungsfahrt schließt medizinisch-pflegerische Kontakte des Personals mit den Patienten ein. Daher bestehen strengere infektionshygienische Vorgaben als beim nicht-qualifizierten Krankentransport ohne medizinisch-fachliche Kontakte. Die Träger der Rettungsdienste regeln die Vorgaben zum Infektionsschutz in den unternehmenseignen Hygieneplänen. Diese Vorgaben erfolgen in Anlehnung an das Vorgehen in Gesundheitseinrichtungen. Eine Stellungnahme von 2019 bezüglich des Transports von mit MRSA besiedelten Personen findet sich auf der Webseite des Robert Koch-Instituts.

Andere Krankentransporte beinhalten nur soziale Kontakte zwischen Personal und Fahrgästen. Die Ansteckungsgefahr mit MRE (multiresistente Erreger) wird für Personal und nachfolgende Passagiere wie in öffentlichen Verkehrsmitteln als gering eingestuft. Es gelten generell die Hygieneregeln wie in öffentlichen Verkehrsmitteln und Taxis. Betriebseigene Reinigungs- und Hygienepläne sollten allerdings die aktuellen behördlichen Vorgaben zum Infektionsschutz einbeziehen. Ein Beispiel aus dem Jahr 2020 sind die Corona-Regeln (z.B. Coronaschutzverordnung des Landes NRW).

Vom mre-netz zusammengestellte Hygienemaßnahmen beim Transport von infektiösen und MRE-Patienten

Im Rahmen der Netzwerkarbeit wurde 2016 vom Rhein-Sieg-Kreis ein Schema zu Personalschutz und Desinfektionsmaßnahmen beim Transport von infektiösen und MRE-Patienten erstellt (PSA und Desinfektion im Rettungsdienst als PDF-Datei, Excel-Datei). Dieser Plan hat bei allen Mitgliedern des Netzwerkes Zuspruch gefunden und wird hier zur Verfügung gestellt.